Wie die Landschaft entstand
Als sich vor über 130 Mio Jahren das urzeitliche Jura-Meer in Richtung Süden und Osten zurückzog, entstanden hier in Süddeutschland zwei große Entwässerungssysteme: die Donau, die in Richtung des heutigen Schwarzen Meeres hin entwässerte, und der Rhein, der seine Wasser in Richtung der heutigen Nordsee brachte. Ein Zubringer der Donau, die so genannte Ur-Lone, besaß nord-östliche Quelläste, die wohl bis in den Raum vor dem heutigen Stuttgart und Horb reichten. Das gesamte Wasser floß damals also in eine andere Richtung - aus heutiger Sicht "den Berg hinauf". Doch im Lauf der Jahrmillionen grub der Rhein diesem System das Wasser ab und es kam zu einer Umkehr der Fließrichtung! Das bedeutendste Zeugnis in unserem Raum ist das "Filsknie" im Bereich Geislingen.
Für das Obere Filstal war dieser Vorgang schicksalhaft: Weil das rheinische System ein sehr viel größeres Gefälle aufwies, brachten die Vorfluter immer mehr Erosionsenergie auf. Sie schnitten sich tief und steil in die sie umgebende Landschaft ein! Erdrutsche und Felsstürze waren (und sind immer noch) die Konsequenz daraus. Die Hausener Wand ist ein sichtbares Zeichen dieser Vorgänge.
Doch neben diesem augenfälligen Zeugen, dessen Entstehungszeit wohl in einer der letzten Eiszeiten liegt, gibt es auch heute noch Bergstürze. In der Nacht vom 2. auf den 3. März 1805 löste sich eine gewaltige Felsscholle oberhalb der Fils im Bereich gegenüber dem Weigoldsberg zu Tal. Der dramatische Aufstau der Fils konnte von den Hausenern nicht mehr alleine beseitigt werden - von Soldaten wurde er schließlich freigesprengt und abgetragen. Und erst im Jahr 1993 ereignete sich im Bad Überkinger Autal eine große Rutschung, die in der Zwischenzeit unter Naturschutz steht. An ihr beobachten Biologen und Ökologen nun die Wiederbesiedelung durch die Natur. Beim Spaziergang auf dem
Bad Überkinger Wald- und WasserWeg bekommen Sie dazu nähere Informationen.
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